In nicht geäußert sein. «Man weiß, daß man

 In seinem Werk «Ordnung des Diskurses» stellt MichaelFoucault die Hypothese auf, dass die Entstehung und Existenzweise des Diskursesgesellschaftlich durch bestimmte Regeln, bzw.

Prozesse «kostrolliert,selektiert, organisiert und kanalisiert» (s.11) wird. Der Hauptzweck von diesen Prozeduren ist es, die Kräfte und dieGefahren des Diskurses zu zügeln, «sein unberechenbareEreignishaftes zu bannen, seinen schweren und bedrohlichen Materialisten zu umgehen.» Anders gesagt, es existieren nach Foucault einige regelnde Prinzipen unddie können auf verschiedenen Gruppen geteilt sein. 1.      DieÄußeren Prozeduren, deren Funktion dieBeschränkung. Als Beispiel für diese Prinzipe kann die Ausschreibung betrachtetwerden.   1.

We Will Write a Custom Essay Specifically
For You For Only $13.90/page!


order now

1. Eine der bekanntesten Beispiele derAusschließung sei das Verbot. Es ist bekannt, dass man kann nicht allesund nicht mit allen sagen, einige Sachen müssen nicht geäußert sein.  «Man weiß, daß man nicht das Recht hat,alles zu sagen, daß man nicht bei jeder Gelegenheit von allem sprechen kann,daß schließlich nicht jeder beliebige über alles Beliebige reden kann» (s.11) Daraus folgend zeichnet Foucault drei Verbotstypenaus:a)      Tabu desGegenstandesb)      Ritualder Umständec)      Bevorzugtesoder ausschließliches Recht des sprechenden Subjekts Diese Formen grenzen sich nichtvoneinander ab, sondern sie überschneiden sich und ergänzen einander – also es gibt keine feste Grenze zwischen denen.  1.2.

Grenzziehungund Verwerfung a) Entgegensetzen von Vernunft undWahnsinnLaut Foucault wird der Diskurs von«Wahnsinnigen» entweder gar nicht anerkannt, oder es wird als etwas«Mystisches» bezeichnet. Auch wie das Verbot ist dieser Prinzip durchgeschichtliche Zufälligkeiten entstanden; die Grenzen dazwischen verschiebensich ständig: was früher noch als «Wahnsinn» galt, konnte heutzutage eine andereBedeutung bekommen haben. Das Wort von dem Wahnsinnigen gilt nicht mehr als «nullund nichtig», sondern wird akzeptiert und analysiert. b) Der Gegensatz der Wahres undFalsches wird durch den Willen zur Wahrheitbetrachtet. Dieses Prinzip ist willkürlich entstanden und wurde im Laufe derGeschichte mehrmals verändert. Laut Foucault gab es in jeder Epoche einspezifischer Willen zur Wahrheit, sie wurde institutionell unterstützt undzwang das Subjekt eine bestimmte Position, Sicht oder Funktion zu übernehmen.

Als Beispiel kann die Periode des Optimismus in derSoziologie angeführt werden, in deres diktiert wurde, wie, wozu und was man untersuchen sollte. Foucault vermutet, dass zurPlatonszeit eine Machtverschiebung stattfand: nach der Wahrheit sollte mannicht mehr bei dem rituellen Akt der Aussage suchen, sondern in der Aussageselbst. 2. Interne Prozeduren, «…mit denen Diskurse ihre eigene Kontrolle selbst ausüben,Prozeduren, die als Klassifikations-, Anordnungs-, Verteilungsprinzipienwirken» (s.17)Auch die Innere Prozeduren teiltFoucault auf drei Typen auf: den Kommentar, den Autor und die Disziplinen. 2.

1. Der Kommentar bannt oderschränkt den Zufall ein. Laut Foucault existieren die Primär-und die Sekundärdiskurse, deswegen gibt es eine Möglichkeit, den Primärtext zuergänzen oder zu vollenden. Erstens, hilft dasunendlich neue Diskurse zu schaffen, andererseits verhindert es den Zufall: dieKommentare lassen etwas neues und anderes, als der Primärdiskurs, äußern,solange der Primärdiskurs impliziert ist. Die Grenzen verschwimmen aber oft undauch die ursprüngliche Sekundärtexte können den ersten Platz übernehmen. Die Funktion bleibt aber dieselbe, derKommentar „…muß… zum ersten Mal das sagen, was doch schon gesagt worden ist,und muß unablässig das wiederholen, was eigentlich niemals gesagt wordenist.”  2.2.

Der Autor Foucault meint den Autor nicht alseine sprechende Person, sondern als «Prinzip der Gruppierung von Diskursen,als Einheit und Ursprung ihrer Bedeutungen, als Mittelpunkt ihresZusammenhalts» (s.20). Der Autor steht nicht im Zentrum vonjedem Diskurs, seine Rolle ist zu verschiedenen Zeiten immer unterschiedlich.Der starke Einfluss des Autors zeigt Foucault am Beispiel des Autors imMittelalter. Damals «war die Zuschreibung an einen Autor im Bereich deswissenschaftlichen Diskurses unerlässlich, denn sie war ein Index der Wahrheit.

Man war sogar der Auffassung, dass ein Satz seinen wissenschaftlichen Wert vonseinem Autor beziehe. » (s.20) 2.3.

Die Disziplinen alsBegriff werden durch „einen Bereich von Gegenständen, ein Bündel vonMethoden, ein Korpus von als wahr angesehenen Sätzen, ein Spiel von Regeln undDefinitionen, von Techniken und Instrumenten” definiert. (s.22)Im Vergleich zu den ersten zweiPrinzipen stellt dieser ein anonymes System dar. Um zu einer Disziplinzugehörig zu sein, muss der Satz folgenden Kriterien entsprechen:a)      sich aufeine bestimmte Gegenstandsebene beziehen b)      begrifflicheoder technische Instrumente verwendenc)      sicheinem bestimmten theoretischen Horizont einfügen  3. Die dritte von dem Diskurskontrollierten Gruppen nennt Foucault Verknappung des sprechenden Subjekts. Dabei„handelt es sich nicht darum, ihre Kräfte zu bändigen und die Zufälle ihresAuftauchens zu beherrschen.

Es geht darum, die Bedingungen ihres Einsatzes zubestimmen, den sprechenden Individuen gewisse Regeln aufzuerlegen und so zuverhindern, dass jedermann Zugang zu den Diskursen hat” (s.25) 3.1. Rituale des Sprechens Diese Prozedur ist laut Foucault beiden gerichtlichen, therapeutischen, religiösen und auch politischen Diskursenbesonders wichtig. Sie definiert bestimmte Qualifikationen, die man haben muss,um an einem bestimmten Diskurs teilzunehmen. 3.

2. DiskursgesellschaftenFoucault sagt, dass ihre Funktionendie Aufbewahrung und die Produktion den Diskursen in einem geschlossenen Raumsind. So wie beispielsweise in Indien die Brahmanen gemacht haben.Heute gibt es, wenn auch in abgewandelterForm, immer noch Diskursgesellschaften; Foucault führt zum Beispiel deninstitutionalisierten Akt des Schreibens in der Schriftstellerei an: «Die Besonderheit des Schriftstellers, die vonihm selber gegenüber der Tätigkeit jedes anderen sprechenden oder schreibendenSubjekts hervorgehoben wird, der intransitive Charakter, den er seinem Diskursverleiht, die fundamentale Einzigartigkeit, die er seit langem dem Schreibenzuspricht, die behauptete Asymmetrie zwischen dem Schaffen undirgendeinem anderen Einsatz des sprachlichen Systems – all dies verweist (…)auf die Existenz einer gewissen Diskursgesellschaft. » (s.

28) 3.3. DoktrinenFoucault berichtet, dass dasAusschlussmechanismus der Doktrin ist: nur wenn man dieselben Regeln undWahrheiten akzeptiert, kann er an jeweiligen Diskurs teilnehmen. Im Vergleichzu den anderen Formen betrifft die Doktrin das sprechende Subjekt auch.„Die Doktrin bindet die Individuen anbestimmte Aussagetypen und verbietet ihnen folglich alle anderen; aber siebedient sich auch gewisser Aussagetypen, um die Individuen miteinander zuverbinden und sie dadurch von allen anderen abzugrenzen.” (s.29) Alle diese Prinzipe sind engmiteinander verbunden und zusammen bilden sie Konstruktionen, die die Subjektezu den Diskursen verteilen und die Diskurse den Subjekten zuschreiben.

 Foucault spricht auch von der«gesellschaftlichen Aneignung». Was er damit meint sind die Erziehungssysteme,bzw. „politische Methoden, die Aneignung der Diskurse mitsamt ihrem Wissenund ihrer Macht aufrechtzuerhalten oder zu verändern.” (s.30) Außerdem sagt der Autor, dass alle vonihm erwähnte Prozeduren im Rahmen von zwei Analysenaspekten dargestellt seinkönnen.

Einer von denen ist der «kritische» und der andere – «genealogische».Es gibt kaum ein Unterschied zwischen den kritischen und genealogischenAspekten im Bereich des Gegenstands, vielmehr im Bereich des Ansatzpunkts, abertrotzdem unterscheiden sie sich. Der «kritische» beschäftigt sich mehr mit derVerteilung, mit der Reduzierung und gezwungenen Ordnung des Diskurses; währendder genealogische: «zielt hingegen auf die Serien der tatsächlichenFormierung des Diskurses; er versucht ihn in seiner Affirmationsmacht zuerfassen, (…) die Macht, Gegenstandsbereiche zu konstituieren, hinsichtlichderen wahre und falsche Sätze behauptet oder verneint werden können. » (s.43)

x

Hi!
I'm Mary!

Would you like to get a custom essay? How about receiving a customized one?

Check it out